Berufsorientierung:

- Themen - Impulse - Projektideen mit Blick auf die Bedeutung der Eltern

Foto: Henri Degrande/Pixabay


Kommunikation zwischen Eltern und Jugendlichen in der Berufsorientierung


Um sich über berufliche Möglichkeiten zu informieren, sprechen Jugendliche mit ihren Eltern: 89% (Rang 1)

Sie halten ihre Eltern für sehr
vertrauenswürdig: 66% (Rang 3)

McDonalds-Ausbildungsstudie 2021 S. 81ff.

Bereiche, in denen Eltern die Ausbildungsreife fördern können:

  • Berufliche Perspektive entwickeln
  • Verantwortungsbewusstsein fördern
  • Selbständigkeit fordern
  • Durchhaltevermögen stärken
  • Lern- und Leistungsbereitschaft unterstützen
  • Zuverlässigkeit fördern

Wie können Eltern das erreichen?

  • Interesse zeigen, Geduld haben, klar sein
  • Mit Heranwachsenden über ihre Zukunftspläne im Gespräch sein
  • Von eigenen beruflichen Erfahrungen und der eigenen Entwicklung berichten, auch von Schwierigkeiten
  • Sich des Vorbilds als Eltern oder anderer Bezugspersonen bewusst sein
  • Sich als Begleiter des Jugendlichen verstehen, nicht als Macherin, Helfer, Belehrerin, Aufsicht...
  • Hilfe anbieten und erbetene Hilfe geben, unter Wahrung der Verantwortung des Jugendlichen
  • Da sein, wenn es schwierig ist, ermutigen
  • Ziele vereinbaren und bei der Umsetzung begleiten
  • Im Kontakt bleiben oder Kontakt nach Brüchen wieder aufnehmen
  • Mit anderen Eltern kooperieren, mit der Schule kooperieren 


Was Eltern tun können und besser lassen sollten...

Thomas Gordon, ein Klassiker in der Elternbildung ("Familienkonferenz", die man im Gordon-Familientraining lernen kann), hat uns einige elementare Kommunikationsstrategien vermittelt, die Eltern und Kindern helfen, Auswege aus Konflikten zu finden und gemeinsame Lösungen zu erarbeiten. Zuvor hatte ich schon viele Elterntrainings kennengelernt und durchgeführt. In den letzten 2 Jahren habe ich Thomas Gordon, von dem ich schon lange wusste, durch das Lesen seiner Bücher intensiv kennengelernt. All das,Was ich mir zum Teil mühsam erarbeitet hatte, hätte ich schon in den siebziger Jahren bei ihm lernen können.


Was nicht hilft:

Der erste wichtige Schritt ist, sich ungünstige oder sogar kontraproduktive Kommunikationsstrategien abzugewöhnen. Allzu oft handeln wir, wie wir selber als Kinder behandelt worden sind. Und das  Können wir heute besser machen.

Die 12 Kommunikationssperren nach Thomas Gordon


Was hilft:

Besonders wichtige Kommunikationsmethoden sind das "Aktive Zuhören" und die "Ich-Botschaften"


Auf die Idee für die folgende Kommunikationsstrategie bin ich in einem Gespräch mit Paula Honkanen-Schobert, der „Erfinderin“ des Elternkurses „Starke Eltern – Starke Kinder“, während einer Zugfahrt gekommen:

Mit Jugendlichen erfolgreich kommunizieren

Hier finden Sie Materialien rund um das Thema "Berufsorientierung in Schulen"


Das Konzept des Berufswahlpasses ist ein bundesweit etabliertes Instrument für die schulische Berufs- und Studienorientierung. Die Einbindung in die schulischen Curricula und die Begleitung durch Lehrkräfte sind für den Erfolg des Instruments maßgeblich. Hier finden Sie Material für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie auch für Eltern:

Berufswahlpass

Weitere Hinweise für interessierte Eltern


#parentsonboard

Die Initiative für Eltern mit Kindern in der Berufsorientierung

#parentsonboard ist eine Online-Plattform für Eltern und Erziehungsberechtigte, die ihre Kinder bestmöglich auf dem Weg in die berufliche Zukunft begleiten möchten. Du findest hier alles rund um das Thema „Rolle der Eltern in der Berufsorientierung“.

Homepage


Elternselbstcheck

Mit dem Elternselbstcheck finden Eltern heraus, wo gerade ihre Stärken in der Unterstützung liegen und in welchen Bereichen sie noch mehr tun können.

zum Check


Hinweise für Fachkräfte, die Eltern einbeziehen wollen...


Eltern in der Berufsorientierung in NRW

Eltern sind für die Berufliche Orientierung ihrer Kinder von entscheidender Bedeutung, sowohl in der Sekundarstufe I als auch in der Sekundarstufe II. Sie begleiten den Berufsorientierungsprozess als Vorbilder, Berater und Erzieher und nehmen somit Einfluss auf den Werdegang ihrer Kinder. Ihre Wertschätzung und ihr Vertrauen bieten die Basis für reflektierte Entscheidungsprozesse.

Zur Homepage


Das Aktivierungspotenzial von Eltern im Prozess der Berufsorientierung

Möglichkeiten und Grenzen:  Studie für das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Auftrag des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) 

Zur Studie


Eltern ins Boot holen...

Checklisten & Praxisbeispiele für eine gelungene Elternarbeit in der Beruflichen Orientierung

Download


Bildungsoffensive Mannheim: Unterstützen und stärken.

Gelingende Elternarbeit am Übergang Schule – Beruf

Download


Zehn goldene Regeln für einen guten Elternabend/Nachmittag!

Den Anstoß für diese Regeln hat eine Lehrkraft gegeben, die nach einem Seminar zu mir kam und sagte, das sei alles sehr komplex gewesen. Ihr hätten eigentlich ein paar Tipps für einen guten Elternabend gereicht. Ich habe mich dann an den Schreibtisch gesetzt, im Internet recherchiert (da findet man dergleichen) und angefangen zu schreiben. Aber da keiner der folgenden Tipps voraussetzungslos ist, stand am Ende dieses Prozesses ein zweibändiges Buch über Bildungs und Erziehungspartnerschaften Schulen. Und am Ende des zweiten Bandes finden sie diese Regeln: Download


Zusammenarbeit mit Eltern von Beginn an

Die Zusammenarbeit mit Eltern beginnt nicht erst mit der Berufsorientierung, sondern mit Klasse 5. Insofern ist eine kontinuierliche Zusammenarbeit von Anfang an entscheidend.

  • Übersicht über den strukturierten Beziehungsaufbau von Anfang an: Download
  • Beispiel der Martin-Luther-Schule Hamm: Im Rahmen eines Projektes erstellt sie ein Video, um Eltern die Erwartungen der Schule zu verdeutlichen: Video
    Die Schule hat darüber hinaus regelmäßige halbjährliche Entwicklungsgespräche mit Eltern, Schüler/in und Lehrkraft eingeführt, in denen die Schülerinnen und Schüler ihre Lernleistungen präsentieren und Ziele für Schüler/in, Schule und Eltern erarbeiten.

Elternmentoring

Ein weiterer hervorragender Ansatz ist die Aktivierung von Eltern im Rahmen von Elternmentoring. Hierfür gibt es gute Ansätze auch in der Berufsorientierung:

Grundsätzliche Thesen

Hinweise zum Elternmentoring