Elternthemen 2018

Eine Übersicht über mögliche Themen von Elternvorträgen
Elternthemen 2018.pdf
PDF-Dokument [888.4 KB]

Sind unsere Kinder Tyrannen – oder wir Eltern Untertanen?

 

Werden Eltern von ihren Kindern beherrscht, sogar tyrannisiert? Dies legt der Titel eines populären Elternratgebers  nahe. Anders gefragt: Warum verhalten sich Eltern oft wie Untertanen und lassen sich von ihren Kindern vieles gefallen, was sie sich von niemand anderem bieten lassen würden?

Viele Eltern wollen sich zu Recht nicht mehr an alten Konzepten elterlicher Autorität orientieren, sie suchen nach neuen Erziehungswegen. Doch lässt sich, so eine Kernthese des Vortrags, das Problem mit der Autorität nicht durch ihre Abschaffung lösen.

 

Aus Angst, nicht mehr von ihren Kindern geliebt zu werden, vermeiden Eltern Entscheidungen oder Situationen, die für ihre Kinder unbequem, anstrengend oder mühevoll sind. So überlassen sie ihnen viele Entscheidungen, statt Respekt einzufordern und durch Klarheit und Vorgaben einen sicheren Rahmen zu schaffen, in dem ein liebevolles und manchmal auch freundschaftliches Miteinander gelebt werden kann. Was können Eltern stattdessen tun, was ist hilfreicher?

 

In dem Vortrag erhalten Eltern Anregungen für eine liebevolle Erziehung und Beziehung zu Kindern, die auf einer klaren und gleichzeitig modernen Autorität basiert. Im anschließenden Gespräch gibt es Raum für die ganz konkreten Fragen der anwesenden Eltern. Der Austausch zwischen den Eltern und anwesenden Fachkräften regt an, den eigenen Standpunkt zu überdenken.

 

Gute Kinder kommen in den Himmel. Böse Kinder kommen überall hin!?“: Wie können Eltern die moralische Entwicklung ihres Kindes unterstützen?

 

Eltern wünschen sich, dass ihre Kinder gute Menschen werden. Sie sollen Regeln befolgen, sich später an Gesetze halten und zu mündigen Erwachsenen werden. Doch wie lernen Kinder, mit Regeln umzugehen, eigene Werte zu finden und letztlich moralisch zu handeln? Wie entwickeln sie sich zu eigenverantwortlichen Persönlichkeiten?
Aus spannenden Erkenntnissen der Moralpsychologie Piagets und Kohlbergs erhalten Eltern Anregungen, wie sie mit ihren Kindern in einer Art und Weise sprechen können, die Moralentwicklung fördert. Doch noch viel mehr als eine moralfördernde Kommunikation hilft es, Kinder Erfahrungen mit der altersgerechten Übernahme von Verantwortung zu möglichen. Was hilft dabei, Kinder auf einen guten Weg zu bringen, was schadet eher? Der Vortrag vermittelt Informationen und zeigt praktische Beispiele auf.

 

„Führungskräftetraining“ für Eltern

 

Kinder zu erziehen ist eine Führungsaufgabe. Wenn Eltern gut führen, können Kinder „sich gut führen“ (sowohl im Sinne von sozialer Kompetenz als auch im Sinne von Eigenverantwortung). Der Abend ist gedacht für Eltern,
-    die besser führen wollen,
-    mehr Klarheit in ihrer Rolle als Eltern wünschen,
-    Konflikte mit Kindern konstruktiv gestalten wollen,
-    mehr Gelassenheit in belastenden Situationen entwickeln wollen,
-    Verhaltensweisen ihrer Kinder positiv lenken wollen.
Die Inhalte des Abends orientieren sich an den klassischen Lehren der Personalführung. So wie in entsprechenden berufsbezogenen Fortbildungen immer wieder mit Beispielen aus der Kindererziehung argumentiert wird, so erscheint es Eltern sehr schnell sinnvoll, sich so zu verhalten wie Sie es sich von Ihrem Chef wünschen. Die Analogie verdeutlicht auch, dass Eltern sich "professionell" verhalten sollten, weil Erziehung eine sehr komplexe Herausforderung geworden ist. Die Anwendung der Prinzipien der Personalführung lassen sich an Beispielen aus dem Alltag der Teilnehmer konkretisieren.


Bildungs- und Erziehungspartnerschaft in der Praxis – Wie können Eltern, Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte in Bildung und Erziehung wirkungsvoll an einem Strang ziehen?

 

Die Bildungsforschung zeigt, dass Eltern der wichtigste Schlüssel für den Bildungserfolg ihres Kindes sind. Wenn die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule gelingt, kann dieses Potential genutzt werden. Das stellt alle vor Herausforderungen. Denn Fachkräfte und Eltern stehen sich aufgrund gewachsener unterschiedlicher Erfahrungen, Mentalitäten und kultureller Prägungen nicht selten fremd gegenüber. Konstruktive Elternarbeit sollte alle Eltern einbeziehen und darf sich nicht nur auf diejenigen Eltern reduzieren, zu denen sich Zugänge aufgrund von Gemeinsamkeiten organisch und leicht ergeben. So müssen Brücken gebaut und Zugänge erarbeitet werden. Damit entsteht die Basis für eine verbindliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Bildungs- und Erziehungspartnerschaften zu entwickeln bedeutet z.B.,
-    die Erwartungen und Ziele miteinander auszuhandeln und zu klären,
-    Wege und Regeln der Kommunikation zu vereinbaren,
-    Schule zu einem Ort zu machen, an dem Eltern sich für alle Kinder engagieren können
-    und gleichzeitig Familie zu einem Bildungsort zu machen, der Lernen und Entwicklung unterstützt.
Eltern und Fachkräfte tauschen sich hierüber kontinuierlich aus und leisten sich gegenseitig Unterstützung. Der Vortrag zeigt an vielen Beispielen, was zu einer guten Bildung beiträgt.


„Bildungsort Familie“ – Wie können Eltern die Entwickung ihres Kindes zielgerichtet unterstützen?

 

Die Familie ist der wichtigste Bildungsort – wichtiger als die Kita und die Schule. Dies zeigen viele Forschungsergebnisse. Eltern gehen ganz unterschiedlich mit ihrer Rolle um:

  •  Viele Eltern tun alles, damit ihre Kinder gefördert werden. Oft ein „Zuviel“ von Musikschule, Ballett und Tennisunterricht.
  • Andere Eltern sehen ihre Rolle eher in einer guten Versorgung. Gute Ernährung, gute Kleidung, ausreichendes Taschengeld. Förderung sehen sie als Aufgabe der Experten.
  • Viele Eltern verstehen das Bildungssystem nicht oder sind so überlastet, dass sie keine Möglichkeit für sich sehen, etwas für ihr Kind zu tun.

Der Vortrag zeigt anhand vieler praktischer Beispiele, wie alle Eltern etwas tun können. Oft sind es kleine Dinge im Alltag, die effektiver sind als institutionelle Förderung. Einfach mal im Wald spielen ist vielleicht wichtiger als Nachhilfe und viel Zeit für Hausaufgaben.

 

Folgende Akzentuierungen können bei diesem Thema gesetzt werden, ggf. auch kombiniert in einer Vortragsreihe:

  1. „Topfit für die Schule “: Praktische Ansatzpunkte zur Förderung von Talenten und Begabungen im Familienalltag: Ausgehend von einem Begabungsmodell werden unterschiedliche Begabungen dargestellt und Wege aufgezeigt, wie diese Begabungen im Alltag gefördert werden können. Dabei geht es nicht (nur) um Hochbegabungen und Intelligenz, sondern um alle anderen Begabungen auch. Insbesondere geht es darum, welchen Beitrag Anstrengungsbereitschaft und Frustrationstoleranz dazu leisten.
  2. Matheförderung im Familienalltag: Theorie des Mathelernens für Eltern verständlich erklärt und praktische Möglichkeiten der spielerischen Förderung (gemeinsam mit einer Koreferentin, die praktische Rechenförderung macht); besonders geeignet für Eltern von Kindern mit Rechenschwierigkeiten

Zeit der Pubertät: „Reifungskrisen!“  - Schwierige Kinder oder ängstliche Eltern?

 

Sobald die „Pubertät“ beginnt, ist die gesamte Familie neu gefordert. Für die Eltern bedeutet dies, ihre Kinder Schritt für Schritt in die Eigenständigkeit zu entlassen und auf dem Weg in ein Erwachsenenleben zu begleiten. Gleichzeitig erscheinen den meisten Eltern ihre Kinder in dieser Phase unreifer denn je. Dabei scheint der Alltag geprägt von Unsicherheiten, Diskussionen und der Suche nach neuen Regeln für das Zusammenleben. Stress und eskalierende Situationen sind keine Seltenheit.

Bei diesem Vortrag geht es darum, was wir als Eltern und Lehrer leisten können, um in dieser turbulenten Zeit zu bestehen, und wie wir unser Erziehungsverhalten anpassen können. Eltern müssen „mitwachsen“!
 Als Grundlage der Diskussion werden Informationen vermittelt zu folgenden Themen:

  • Physische und psychische Entwicklungen
  • Erkenntnisse der Gehirnforschung
  • Veränderungen in den Sozialbeziehungen
  • Herausforderung der Eltern: Wie gelingt der Wechsel von einer autoritätsorientierten Erziehung zu einer kooperationsorientierten Beziehung?

Elterliche Präsenz – Das Konzept der „Neuen Autorität“

 

Die Abschaffung elterlicher Autorität durch anti-pädagogische Konzepte hat bei vielen Eltern mehr Verunsicherung erzeugt als dass sie wirklich hilfreich waren. Versuche, alte Autoritätskonzepte zu reaktivieren – auch wenn sie medial z.T. sehr populär waren -, sind kaum geeignet, Eltern angesichts aktueller Herausforderungen effektiv zu unterstützen.

In Situationen, in denen Eltern rebellierenden Kindern hilflos gegenüber stehen und sich die Machtverhältnisse in manchen Familien umgekehrt haben, tut guter Rat not. In Deutschland wird das aus Israel stammende Konzept der „Elterlichen Präsenz“ immer bekannter und bietet eine Alternative. Unter dem Leitbild einer „neuen Autorität“ hat Haim Omer Wege aufgezeigt, wie Eltern Boden unter den Füßen finden und sich unter Verzicht auf Gewalt, Strafen, Drohungen einen neuen Zugang zu ihren Kindern (oft Herandwachsenden) erarbeiten, oft sogar erkämpfen können.

Dieses inspirierende Konzept zeigt in der Auseinandersetzung mit alter Autorität neue Wege auf, die nicht nur in der Familie, sondern auch in Schulen gegangen werden können.

Der Vortrag stellt das Konzept mit vielen praktischen Beispielen vor. Er eignet sich nicht nur für Eltern, bei denen die Situation schon sehr schwierig ist, sondern auch für Eltern, die Interesse an der Auseinandersetzung mit „alter“ und „neuer“ Autorität haben.

 

 

„Anleitung zur Unzufriedenheit für Eltern“ - Elternkabarett siehe gesonderte Seite.

Kontakt:

Systemische Beratung und Weiterbildung
Kentroper Weg
59063 Hamm

Telefon Büro: 02381-4262250

Mail: Matthias(at)Bartscher.info

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Matthias Bartscher